Der Straßenbahn-Thread

  • Hallo Chris,


    da ich ja mit Basti in sehr engem Kontakt stehe und wir uns über das Zeitgeschehen in Berlin und eben auch Dresden austauschen, muß ich wieder feststellen, daß der gesellschaftliche Verfall landesweit in seiner Intensität zunimmt. Medien und Politik verschweigen diese gefährliche Entwicklung bewußt und geben ebenso bewußt die Hoheit über gesellschaftliche und öffentliche Ordnung sowie über das Gewaltmonopol auf. DAS ist erschreckend und zeigt sich seit Jahren mit zunehmendem Werteverlust gegenüber jedem und allem. Getreu der Redewendung "Wo kein Kläger, da kein Richter", verfällt die deutsche Gesellschaft immer mehr in us-amerikanische Gesellschaftsmuster - es fehlt nur noch die Freigabe des Schusswaffengesetzes.


    Wir haben uns Kriminalität importiert.


    [Blocked Image: http://p5.focus.de/img/fotos/origs4993183/1211431897-w630-h1002-o-q75-p5/taniakambouri-piperverlag.jpg]
    Ich empfehle nachfolgendes Buch: Deutschland im Blaulicht - Notruf einer Polizistin


    Den offiziellen Mitteilungen kann man, wenn überhaupt, nur noch bedingt Glauben schenken. Über Twitter rief die Berliner Feuerwehr dazu auf, die Einsatzkräfte nicht mehr mit Raketen zu beschießen und das Bewerfen mit Böllern zu unterlassen. Auf der Langen Brücke in Köpenick blieb nach einem "Angriff" mit Polen-Böllern und Raketen ein BVG-Bus liegen und wurde so schwer beschädigt, daß Betriebsflüssigkeiten ausliefen. Erfahren konnte man das nur über regional berichtende facebook-Seiten.


    Wo leben wir???

  • Cris
    Wat habt ihr euch da für nen Super Rationalisierer Eingetreten? Ein halbes Jahr später ( wenn alles wech ist ) fehlen dann für irgend nen Scheiß die Werkstattkapazitäten. ( Siehe Berliner S-Bahnkrise ) Was hatten die für ein Schwein das die ganzen Spar und Abrißkonzepte noch nicht umgesetzt waren.


    @ Ostseestern
    Schußwaffenfreigabe ? Ja bitte ... :lol:
    Ich hab in Ostbrandenburg schon nen tollen Händler, der bietet die großen Kaliber gleich mit Trainingscamp in den Masuren an.
    Baertram

    Nur weil es in den sechzigern kaum Farbfotos gab - heißt das nicht das die Zeit farblos war.

  • Mahlzeit,


    eine Diskussion dazu findet Ihr hier: DDR Kindersendung über Straßenbahnen


    Wir starten im Betriebshof Bühlau. An dieser Stelle wurde kürzlich ein Hallenbad eröffnet.
    Nächste Szene: Endpunkt Bühlau. Sieht heute noch fast genauso aus, soll aber verlegt werden.
    1:37 Hst. Fritz-Schultze-Str., rechts vorn Ausfahrt ehemalige Schleife Altplauen. Aus der Schleife kommt dann der Zug, der die beiden fast aufgabelt. :D War natürlich alles gestellt, Altplauen war nur ein Bedarfsendpunkt, und daß dort ein Linienzug rauskommt, der gut gefüllt ist, dürfte nie vorgekommen sein. Der gesamte Streckenteil wurde 1998 stillgelegt. Herrlich unsere Dispi-B1000. Nach der Wende haben wir so einen für Materialtransporte bekommen. Ein ganz besonderes Fahrgefühl, Achse und Schalthebel waren hinter dem Fahrer. Man beachte auch den Tatra, ein Zweirichtungstrakt made by DVB. Diese wurden für Baumaßnahmen und für den neuen Streckenteil nach Gorbitz gebraucht, bis die Schleife fertig war.
    Die Baustelle ist in Coschütz nahe der Hst. Saarstraße.
    6:12 Einfahrt in die Schleife im Btf. Bühlau
    6:56 Ausfahrt aus dem Btf. Bühlau
    7:02 Einfahrt in den Btf. Waltherstr. aus Richtung Friedrichstr., auf der anderen Straßenseite hinter dem Zaun war die Abt. Gleisbau
    8:42 Ausfahrt aus dem Btf. Waltherstr. in Richtung Friedrichstr., rechts ein Fahrleitungsturmwagen
    9:04 Fahrt aus der Friedrichstr. nach rechts in die Könneritzstr. (damals Paul-Gruner-Str.)
    9:30 Friedrichstr. zwischen den Hst. Vorwerkstr. und Krankenhaus Friedrichstadt
    9:39 Einfahrt in den Btf. Bühlau
    13:00 vor dem Btf. Bühlau
    13:24 Ausfahrt aus dem Btf. Waltherstr. in Richtung Friedrichstr. (man beachte den geilen Framo!), sehr sportliche Fahrweise des Kollegen, auf Weichen galt auch damals 15 km/h
    13:59 Kreuzung Weißeritzstr./Schäferstr. aus östlicher Richtung
    14:05 Blick von der stadtwärtigen Hst. Mordgrundbrücke in landwärtiger Richtung, am hinteren Bildrand schließt sich links der Hirschberg an, mit 7,6 % die größte Steigung im Netz
    Im Vordergrund sieht man eine Weiche, das war das Gleisdreieck Mordgrundbrücke, welches es heute nicht mehr gibt
    14:55 die Stadtrundfahrt am Postplatz auf der "alten 3"
    Dieses Gleis hieß so, weil hier früher die Linie 3 nach Freital Hainsberg durchfuhr, 1974 wurde der Straßenbahnbetrieb in Freital eingestellt.
    Die Georgi-Dimitroff-Brücke heißt heute Augustusbrücke.
    19:22 Fahrt über die Marienbrücke in die Altstadt, Blick auf das Altstadtpanorama mit Augustusbrücke
    23:47 Blick von der Augustusbrücke in die Neustadt, links das Blockhaus
    24:15 der Regisseur des Films, Gojko Mitić


    Das DEFA-Studio für Trickfilme war in Dresden auf der Kesselsdorfer Str. im heutigen Stadtteil Gorbitz.


    Grüße Cris

  • @ Hallo Chris vielen Dank für deinen umfangreichen Bericht über längs vergangene schöne Zeiten, man könnte denken du warst bei den Dreharbeiten dabei gewesen. eigentlich sind 28 Jahre nicht viel aber verändert hat sich doch viel. Schönen Somnntag

  • Danke Cris für deine Ausführung. :)


    Kannst Du Dich an die Dreharbeiten Erinnern?
    Auch wenn Du und deine Kollegen , wie das auch zur Dampflokzeit war, neuere Technik bevorzugen, finde ich diese doch wesentlich spannender als die heutigen Plastikbomber.

  • Hallo Jens,


    von den Dreharbeiten habe ich damals nichts mitbekommen.
    Mein Arbeitsplatz war in Tolkewitz, außerdem war ich viel in den Betrieben.


    Zum Thema bevorzugte Technik.
    Ich kann mich noch gut erinnern, wie es damals war.
    Es war immer spannend: "Springt die Weiche, oder springt sie nicht?", viele Geschwindigkeitsbeschränkungen, viele Wagenschäden.
    Wenn ich mir vorstelle, man hätte damals erzählt bekommen, wie es heute ist, man hätte das gar nicht gerafft.
    Was die heutige Technik kann, ist einfach gigantisch.
    Z.B. bräuchteste eigentlich gar keinen Fahrplan mehr mitzunehmen, da dieser über WLAN in die Fahrzeuge eingespielt wird.
    Wagenschäden oder Weichenschäden sind heute kaum noch ein Thema, dafür aber Unfälle.
    Erstens weil es viel mehr Autos gibt als früher, zweitens weil sich heute jeder Dussel hinters Steuer setzt, kaum daß er weiß, wo Gas und Bremse ist.
    Das nächste ist, wir hatten damals fast doppelt so viele Wagen, wie wir zum Fahren brauchten.
    Die Hälfte stand als Ersatzteilspender oder sonstwas herum.
    Heute haben wir einen Einsatzkoeffizient von 90%!


    Es ist gut, daß wir eine repräsentative historische Flotte haben, aber Tatra im Liniendienst, das ist vorbei.
    Daß in Dresden der Tatra öffentlichkeitswirksam verabschiedet wurde und dann wieder auf Linie auftauchte, na buchen wir´s mal als PR-Unfall ab ... :lol:



    Grüße Cris

  • Moin Cris,


    kann ich voll und ganz verstehen aus deiner Perspektive.
    Aber ich liebe die Tatras einfach.... :)


    Aber man muss bei den Kisten ja auch bedenken das die unheimlich schwer waren....


    Naja... trotzdem schöner Filmbeitrag. :)


    Gruß Jens

  • Guten Morgen,


    habe dieses Thema mal aus den Tiefen des Forums geholt.


    der Talent hat im Fst einen Monitor über den durch die Außenkameras die Einstieg-/Ausstiegvorgänge beobachtet werden können. Wenn ich im Cabview die linke Ansicht wähle, zeigt mir das Cab die Blinkrichtung nach links hinten an meinem Fzg an, um die Türen zu beobachten. Daher sehe ich auch das mir eigentlich entgegenkommende Fzg jetzt von hinten, denn es ist auf gleicher Höhe bzw. schon vorbei. Rechts sieht ähnlich aus. Hier mal ein Blick nach vorn im Fst. Da siehst du auch den Monitor.

    Das Bild dazu sehen wir leider nicht mehr, weil shapeloft seinen Dienst eingestellt hat.
    Drauf gekommen bin ich, weil ich gestern zum Dienstunterricht war, und da sind wir mit den Kollegen auf dieses Thema gekommen. Bei uns fährt testweise ein Wagen mit Kameras. Dort ist es so wie beim Auto (und auch bei der Strab). In der rechten Kamera sieht man die Ansicht hinten rechts hinter dem Fahrzeug, analog links.
    Die Anordnung wie beim Talent wäre wohl bei uns mit erheblichen Widerständen verbunden.


    Grüße Cris