EGZ IC 1007 (WupperExpress 12)

  • Guten Tag miteinander!
    Irgendwie begann alles Ende der 70er-Jahre: Mit Umsetzung des Konzepts "IC '79" ab Mai 1979 wurde die zweite Klasse in InterCity-Zügen etabliert. Die innovativen Triebwagen der Baureihe403/404 (Spitzname "Donald Duck") boten allerdings nur ein erstklassiges Reiseangebot an, so dass über Nacht die bisherigen Einsatzgebiete schwanden. Zu jenem Zeitpunkt waren die Züge gerade einmal fünf Jahre im Planeinsatz gewesen. Anfang der 80iger Jahre fand sich dann ein neues Aufgabengebiet: Der "Lufthansa-Airport-Express" (LHA) verkehrte zwischen 1982 und 1993 als Alternative zu Kurzstreckenflügen auf "Flughöhe Null" und war eine Kooperation der Deutschen Bundesbahn und der Lufthansa. Zu diesem Zweck wurden die Züge der Baureihe 403/404 im Sinne der Lufthansa außen und innen umgestaltet und verkehrten zwischen Düsseldorf und Frankfurt. Während Triebfahrzeug- sowie Zugführer von der Deutschen Bundesbahn gestellt wurden, war der Bordservice Aufgabe des Personals der Lufthansa. Mit einem Bahnticket konnte in diesen Zügen nicht gereist werden - hierfür war ein Flugschein erforderlich. Rückläufige Fluggastzahlen bei der Lufthansa, höhere Mietforderungen der DB sowie die anstehenden kostspieligen Hauptuntersuchungen für diese Splittergattung beendeten Mitte 1993 die Kooperation. Die Baureihe 403/404 wurde abgestellt und zum August 1995 ausgemustert. Für die Fahrzeuge begann nachfolgend eine Odyssee - meist verrotteten die Züge auf irgendwelchen Abstellgleisen. Eine teilweise Wiederherstellung für andere Einsatzzwecke, die wohl eher einem Neuaufbau gleichen dürfte, wurde zwar begonnen, aber bisher nicht vollendet.

    Die Abenddämmerung bricht am Dienstag, den 26.11.1991 herein - ein novembriges "grau in grau" begleitet den ganzen Tag. Mit dem IC 1007 (oder laut Flugplan: LH 1007 - im Kursbuch der DB taucht diese Verbindung konsequenterweise nicht auf) steht die abendliche Lufthansa-Relation auf "Flughöhe Null" zwischen den Flughäfen Düsseldorf und Frankfurt im Dienstplan.


    Auf einem Abstellgleis wartet bereits die Chimäre aus graziösem Kranich und tollpatschiger Ente auf ihren Einsatz. Die Route WupperExpress 12 passt zeitlich nicht so ganz in die 90iger Jahre - so ist in unmittelbarer Nähe des Abstellgleises der erst 2000 in Betrieb genommene oberirdische Bahnhof Düsseldorf Flughafen zu finden. Gleiches gilt auch für die Gleisbelegung in Bahnhöfen: Häufig weichen die Gleispläne und möglichen Fahrstraßen im WupperExpress vom Vorbild ab. Wie so oft ist ein gerüttelt Maß an Toleranz und Nachsicht bei der Wiedergabe des originalen Bahngeschehens von Nöten!


    Im Führerstand angekommen wird erst einmal die Arbeitstasche abgestellt. Das Fahrpult zeigt noch keine Regung, die Flugente schläft noch, wird aber nun gleich geweckt… Das Cabview wurde letztmalig 2010 von German Railroads renoviert und man sieht es ihm auch durchaus an: Also wird zunächst erst einmal der verstaubte Fahrtisch poliert! :)


    Jetzt kann der Triebzug aufgerüstet werden: Sobald der Stromabnehmer an der Oberleitung anliegt, schlägt der Spannungsmesser aus. Der Hauptschalter wird eingeschaltet und ein dumpfer Wumms quittert den Vorgang. Nun noch den Zugstrom zuschalten und die elektrischen Komponenten sind in Betrieb. Sobald mit dem Richtungswender die Fahrtrichtung gewählt wird, leuchten die PZB-Leuchtmelder auf (zwar gibt es in unserer Simulation keine vorbildgerechte PZB-Funktionalität, aber stattdessen werden die Signalbegriffe "Halt" sowie "Langsamfahrt" des nächsten Signals visualisiert). Gleichzeitig wird zwar auch der Monitor für LZB-Fahrten eingeschaltet, er wird aber während der Fahrt inaktiv bleiben: Weil die LZB in der Vergangenheit nicht stabil betrieben werden konnte, ist die Höchstgeschwindigkeit der LHA-Verbindungen auf 160 km/h beschränkt. Nun noch das Zugschlusssignal einschalten und angesichts der hereinbrechenden Dunkelheit wird auch noch das Spitzensignal zugeschaltet. Letzteres dient nicht der Ausleuchtung des Fahrwegs, der entstehende Lichtschein ist bewusst diffus gehalten… Bremse lösen, der Zug ist fahrbereit und noch ein Blick auf die Uhr - es sollte gleich losgehen!


    Der Kollege der vorausgehenden LHA-Fahrt IC 1004 hat den Triebzug punktgenau abgestellt: Genau drei Meter Distanz bis zum Signal, da bleibt nur der Blick aus dem seitlichen Führerstandsfenster zur Signalbeobachtung: Noch keine Ausfahrt aus dem Abstellgleis - das wird Schnelligkeit und Athletik im Düsseldorfer Flughafenbahnhof (Terminal) erfordern, um angesichts der kurzen Wendezeit von einem zum anderen Führerstand zu spurten...

    Gruß EGZ

  • Guten Abend,
    unverhofft kommt oft - und schon ist sie wieder zugegen: Die Deutsche Reichsbahn! :)


    Ein Pärchen der Baureihe 143 fährt als Lz in Richtung Dortmund. Für 1.000 DM je Stück und Tag hat die DR überzählige Maschinen der DB überlassen. Zunächst erfolgte deren Stationierung in Süddeutschland, doch schon bald wurde auch das Bw Dortmund 1 mit 143ern umfangreich versorgt. Der anfängliche Einsatzschwerpunkt im Gütergeschäft sollte sich ab 1992 zum S-Bahnverkehr verschieben, aber hierfür war zunächst noch die digitale zeitmultiplexe Wendezugsteuerung (ZWS) nachzurüsten.


    Die S-Bahn ist im Gebiet zwischen Rhein, Ruhr und Wupper als zentraler Verkehrsträger im Nahverkehr nicht wegzudenken. In den frühen 90iger-Jahren wurden die benötigten Zugverbände aus x-Wagen sowie Lokomotiven der Baureihe 111 gebildet. Zu jener Zeit waren auch noch unterschiedliche Zuglängen zu beobachten: dreiteilige und fünfteilige Wagenzüge sind auf zeitgenössischen Fotos auszumachen. Letztere hatten betrieblich allerdings den Nachteil, dass die DB aufgrund der Zuglänge einen Zugbegleiter stellen musste. Später hat man sich allgemein auf vierteilige Wagenzüge konzentriert. In der Simulation werden die Dreiteiler zumeist auf den längeren Stammstrecken eingesetzt, während die fünfteiligen Wagenzüge häufig im Feierabendverkehr auf Teilabschnitten die Verstärkungseinsätze leisten. Eine eindeutige Position der Lok (ziehend/schiebend) war nicht zu ermitteln und so wurde eine eigene Festlegung getroffen - schließlich bin ich in meiner Simulation immer noch der Präsident der Deutschen Bundesbahn und mein Wort hat Gewicht! ;) Das Bild zeigt eine S1, die aus Dortmund Hbf kommend nach Düsseldorf Hbf eilt.


    Zwischenzeitlich hatte der Fahrdienstleiter den Auftrag zur Abfahrt erteilt und gemächlich rollt der Lufthansa-Airport-Express nun dem Bahnhof im Flughafenterminal entgegen. Ein Blick aus dem Seitenfenster verrät, dass gerade eine frische Lieferung Kerosin am Flughafen eingetroffen ist.


    Der Zug ist am Bahnsteig zum Stillstand gekommen, die Türen sind geöffnet und die Fahr- bzw. Fluggäste können zusteigen. Nun schnell die 109 Meter zum anderen Führerstand flitzen - keine drei Minuten verbleiben für den Aufenthalt im Untergeschoss des Terminal C: Planmässige Abfahrt ist um 18.01 Uhr!


    Auf dem Nebengleis fährt die S7 aus Solingen-Ohligs ein. Somit ist das Gleis in Richtung Düsseldorf frei und das Ausfahrtsignal kündigt bereits "Langsamfahrt" an. Pünktlich kann es losgehen - beginnend mit Tempo 30 wird der Eindruck eines Flugabenteuers noch nicht wirklich vermittelt. Auch der unmittelbar folgende Abschnitt mit zulässigen 40 km/h drückt niemanden in die Sitzpolster…


    In einem kurzen Tunnelabschnitt werden ausfädelnde Gleise, die teilweise dem Güterverkehr dienen, sowie das nach Düsseldorf führende S-Bahngleis unterquert. Im Rücken des Fotografen liegt der S-Bahnhof Düsseldorf-Unterrath, auf dessen Höhe der IC 1007 auf das von Reisezügen genutzte Gleis wechseln wird. Der Fahrtverlauf folgt den Möglichkeiten des Gleisbilds in der Wuppex12-Route: Bereits hier beeinflussen größere Abweichungen von der Vorbildsituation den Zuglauf. Egal - der Zug rollt seinem nächsten Halt Düsseldorf Hbf entgegen.

    Gruß EGZ

  • Hallo Ralph,

    sehr schöne Bilder vom Lufthansaexpress, leider habe ich diesen nie "Live" erleben können aber das Fahrzeug hat schon etwas. Hier bei uns in Neustrelitz steht noch ein Fahrzeug was auch schon die alte IC Farbgebung erhalten hat aberirgendwie ging wohl das Geld aus und das Fahrzeug gammelt wieder vor sich hin.

    Der Wupperexpreß ist schon eine Interessante Strecke die damals ein Hingucker war, jetzt ist sie nicht mehr so Zeitgemäß und gerät weiter in Vergessenheit. Ich wünsche dir auf deiner Reise weiterhin viel Spaß.

    Viele Grüße Silvio

  • Hallo Silvio,
    im Laufe der Jahre haben sich die Spuren des Fahrzeugverbleibs weitestgehend im Sand verlaufen: Hier enden die Beiträge mit dem Jahr 2022.

    Zwar zeigt die Aufarbeitung des VT18.16 exemplarisch, dass die Wiederherrichtung eines Fahrzeugs möglich ist, aber bei den ET403/404 war nach meiner Meinung bereits die Idee eines Nahverkehrseinsatzes als "Werbeträger" wenig zielführend: Die Aufgabenträger hätten wohl kaum einen Extra-EURO für solche Züge gezahlt und stattdessen bemängelt, dass die heutigen Anforderungen ("Von den ausfahrbaren Trittbrettern bis zu den USB-Buchsen…) nicht erfüllt werden.

    Aus dem ruinösen Fahrzeugzustand resultiert ein finanzieller Aufwand, der vermutlich selbst mit einem Sonderfahrten-Einsatzprogramm nicht erwirtschaftet werden könnte. Und so werden die Fahrzeuge wieder trotz der bereits erfolgten umfangreichen Investitionen in den ursprünglichen Zustand der Verwahrlosung zurückkehren - ich würde mich aber gerne irren…

    Gruß EGZ

  • Hallo EGZ,

    danke für Deine Recherche!

    Das Ganze hat für mich einen tragischen Aspekt.
    Wenn man solche Mammutprojekte sieht, sei es der Wiederaufbau stillgelegter Bahnstrecken, sei es die Wiederherrichtung von Fahrzeugen, ich denke dabei aber auch an gigantische Modellbahnprojekte, wo man immer wieder das eine oder andere zu lesen bekommt, da wird einem auf drastische Art und Weise vor Augen geführt, wie kurz ein Menschenleben ist und wie schnell alles vorbei sein kann.
    Wenn ich solche Sachen lese, wo Leute verstorben sind und ihr Lebenswerk auseinandergefetzt und zerhackt wird, beschleicht mich eine ungeheure Traurigkeit.
    Oder bei dem Bericht über einen Hardcorestraßenbahnfreund, der nach einem Schlaganfall stark gehandicapt ist.

    Aber wir wollen natürlich hier keine organisierte Depression betreiben, sondern das Ganze andersherum sehen.
    Auch wenn nicht alle Projekte gelingen, Voraussetzung ist immer eine Truppe voller Illusionen und mit ganz viel Energie.
    Ohne das wird gar nichts.

    In diesem Sinne, Hut ab vor allen, die in ihrer Freizeit für lau etwas auf die Beine stellen.
    Es gibt Gerüchte, daß sich da der eine oder andere auch in diesem Forum findet. ;)

    Grüße Cris

    Straßenbahn fährt mit Licht.
    Straßenbahn stinket nicht.

  • Hallo Allerseits,

    da ich heute mit dem ICE1007 von Berlin nach Erfurt fuhr, der Hinweis, dass es im aktuellen Fahrplan die Zugnummer bis Berlin geschafft hat. Due Flughöhe Null (Berlin Hbf Tief - Erfurt Hbf in 95 min) und die BR403 (2xICE3) sind der Zugnummer erhalten geblieben. ;)

    VG
    Frank

  • Hallo zusammen,
    wir beamen uns nach dem kleinen Ausflug in das Hier und Jetzt wieder zurück ins Jahr 1991. Geschmeidig startet der "Donald Duck" durch und wird für kurze Zeit mit 160 km/h Geschwindigkeit gen Düsseldorf gleiten…


    In den Bundesbahndirektionen Köln und Essen bildeten vor allem die Einheits-Elloks das Rückgrat im Reisezugdienst. So fanden im Bw Köln-Deutzerfeld jahrzehntelang eine staatliche Anzahl Loks der Baureihe 110 ihre Heimat. Anfang der 90er-Jahre wies die Baureihe 110 noch keine Wendezugsteuerung auf - ein systematischer Einbau erfolgte erst mit Ausmusterung der Baureihe 141, indem deren Bauteile in der Unterbaureihe 110.3 "Bügelfalte" ab 1997 weiterverwendet wurden. Die Unterbaureihe 110.1 "Kastenzehner" hingegen erhielt diese Ausstattung nie. Es verwundert also nicht, dass der (elektrische) Wendezugbetrieb in dieser Aufgabe keine Rolle spielt.

    Die 110 150 kann ihre blaue Lackierung noch bis in den Herbst 1996 retten, obwohl bereits ein DB-Farbkonzept ab 1974 einen ozeanblau-beigen Anstrich regelte und die 1986 neu eingeführten Produktfarben wiederum eine orientrote Farbgebung vorsahen. Sie bespannt den E 3033, der zwischen Aachen Hbf und Hamm (Westfalen) verkehrt. Auf seiner Reise macht der Zug in Köln-Deutz einen Karrieresprung vom einfachen Nahverkehrszug zum Eilzug. Und dennoch hechelt der Zug heute mit elf Minuten Verspätung seinem Fahrplan hinterher.


    Während auf der einen Seite besagter E 3033 Richtung Duisburg eilt, gelingt dem D 2046 auf der anderen Seite die Überholung - ein kaum sinnhaftes Unterfangen, denn dieser Zug ist ein wenig vor dem Plan unterwegs: Das wird ihm bei der gut ausgelasteten Gleisbelegung im Düsseldorfer Hauptbahnhof noch einen kurzen Zwangsaufenthalt auf freier Strecke einbringen. Das Kursbuch erwähnt, dass dieser Zug im Laufe des Fahrplanjahres in einen zuschlagspflichtigen Interregio umgewandelt werden wird. Der Wagenzug erfüllt bereits dieses Vorhaben, noch verkehrt der Zug aber als D-Zug. Im doppelten Sinne ist der Zug somit heute seiner Zeit voraus… Dieses Aufblühen der Zuggattung IR sollte keine Ewigkeiten andauern - bereits zum Ende des Jahrzehnts begann mit deutlichen Angebotseinschränkungen der Niedergang.


    Auf einem Abstellgleis am Rande des Bahnhofs Düsseldorf-Derendorf wartet das Bahndienstfahrzeug 724 003, ein umgebauter VT95, auf seinen nächsten Einsatz.


    Der Güterverkehr spielt während der Fahrt des IC 1007 nach Köln eine eher nachgeordnete Rolle: Die Gleise der Köln-Mindener Eisenbahn werden intensiv von Reisezügen belegt, so dass kaum Fahrplantrassen für den Güterverkehr verfügbar sind. Es finden sich auch nur wenige Güterbahnhöfe an dieser Strecke, einer davon ist Düsseldorf-Derendorf.


    Nur von kurzer Dauer ist das Vergnügen, mit dem Zug bei 160 km/h durch den Feierabendverkehr zu "fliegen"… Auch der IC 1007 wird Opfer der Gleisbelegung in Düsseldorf Hbf und dessen Einfahrsignal zwingt ihn einstweilen zu einem Halt auf freier Strecke. Währenddessen beschleunigt der entgegenkommende EC 112 seine Fahrt: Seit Stuttgart Hbf ist die 120 103 am Zug. Auf der zwölfstündigen Reise ab Klagenfurt rückt sein Ziel nun in greifbare Nähe - keine Dreiviertelstunde wird er noch benötigen, bis er bis in seinem Endpunkt Dortmund Hbf eintrifft.


    Und erneut drängt sich die Deutsche Reichsbahn ins Bild: Der D 442 von Görlitz nach Aachen Hbf wählt im Jahr 1991 nicht die Strecke über Dortmund, Essen und Duisburg, sondern sein Laufweg führt von Hamm über Hagen und Wuppertal zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Von dort geht es anschließend weiter nach Mönchengladbach in Richtung Aachen. Das Schienennetz im Gebiet von Rhein, Ruhr und Wupper ist engmaschig und viele Wege können zu einem Ziel führen! Aus Wuppertal kommend überquert der D 442 gerade die Magistrale Dortmund - Köln und erreicht sogleich Düsseldorf Hbf. Der Wagenzug dieses Schnellzugs besteht vollständig aus Halberstädter Seitengangwagen der Deutschen Reichsbahn. Es wird das letzte Fahrplanjahr sein, in dem dieser lange Zeit als "Interzonenzug" verkehrende Zuglauf angeboten wird. Im Jahr 1994 lebt die Verbindung von Görlitz nach Aachen noch einmal kurzzeitig als Interregio auf, aber dieser Zug wird Düsseldorf nicht mehr ansteuern.

    Gruß EGZ

  • Moin Frank 95 Minuten bis Erfurt nenn ich sportlich das sind Rechenfehler sind erlaubt ca 150 KM/H im Schnitt ohne den Halt in südkreuz und Halle zu berücksichtigen

    Hallo Andreas,

    ich kenne normalerweise bei ICE-Sprintern die 100min von Südkreuz bis Erfurt. Da der ICE3 zwischen Halle und Erfurt seine 300km/h ausfährt, braucht er weniger als eine halbe Stunde auf dieser Strecke. Zwischen Berlin und Bitterfeld wird weitestgehend mit 200km/h gefahren, womit die durchschnittlichen 150km/h rechnerisch passen.

    VG
    Frank

  • Hallo Andreas,

    Dein Vergleich mit dem Porsche stimmt absolut. Nach dem kompletten Abschluss des VDE 8 https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsp…e_Einheit_Nr._8 hatte das Marketing der DB AG eine echte Sternstunde, als es 3 Nico Rosbergs mit dem Auto, dem Flugzeug und dem ICE gegeneinander von München nach Berlin antreten ließ. Denn selbst mit dem Flieger (man muss ja mindestens 2h vor Abflug am Flughafen sein und beide Flughäfen liegen am A... der Welt) sind die ca. 4 Stunden der ICE-Sprinter auf der Gesamtstrecke unschlagbar.

    Auch wenn die Herren Mehdorn und Gerhard Schröder die Strecken als Prestigeprojekt verschrien hatten, ist die schnelle Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten eine echte Cashcow für den Fernverkehr geworden. Und wenn die Dauerbaustelle Berlin - Hamburg mal für den Verkehr frei ist, sind die 3 größten deutschen Städte mit einer Gesamtzeit von unter 6 Stunden miteinander verbunden.

    Nun aber zurück zum ET403und der Nachwendezeit. Bei den Bildern werden Erinnerungen an die damalige DB wach und den Rettern, welche die DR zur Stabilisierung des S-Bahnverkehrs schickte. Einmal mehr eine großes Danke an EGZ für die authentische Umsetzung und das Wecken meiner Erinnerungen, als ich im Herbst 2000 auf einer 101 von Diuisburg bis Köln auf dem Führerstand mitfahren durfte. Ich bin gespannt, ob es auch noch eine Überholung einer fahrenden S-Bahn durch den IC1007 zwischen Düsseldorf und Leverkusen gibt und ob der Blick von der Hohenzollernbrücke auf den beleuchteten Kölner Dom im WuppEx bei Nacht auch so beeindruckend ist, wie im Original.

    VG
    Frank

  • Hallo miteinander,
    ob das Träumchen einer S-Bahn-Überholung zwischen Düsseldorf und Leverkusen Gestalt annehmen wird, bleibt noch unbeantwortet: Zunächst steht die Einfahrt in den Düsseldorfer Hauptbahnhof an. Der Kölner Dom liegt noch in weiter Ferne, auch wenn die knapp 40 Bahnkilometer zwischen Landeshauptstadt und Domstadt nur einen Katzensprung entfernt scheinen.


    Kurz vor der Einfahrt in Düsseldorf Hbf rauscht der nächste Nahverkehrszug vorbei - der E 3069 zeigt die farbliche Vielfalt Anfang der 90er Jahre auf: Eine 110.3 im ozeanblau-beigen Lack zieht einen aus Silberlingen und Mintlingen gebildeten Wagenzug von Düsseldorf nach Hamm. Zeitgenössische Fotografien bestätigen eine häufige Zugbildung aus lediglich drei Waggons sowie den Verzicht auf ein Gepäckabteil im Nahverkehr.


    Endlich ist es soweit: "Düsseldorf Hbf" schnarrt es aus den Bahnsteiglautsprechern und das bedeutet für den IC 1007 vier Minuten Pause. Zumindest für einen virtuellen Lokführer genug Zeit, um sich im Bahnhof mit seinen 16 Bahnsteiggleisen einmal umzusehen: Viel S-Bahnverkehr ist zu beobachten, immerhin berühren die S-Bahnlinien S1, S6, S7, S8, S11 und S21 zu jener Zeit die Stadt mit der "längsten Theke der Welt". Auf dem Nebengleis verweilt eine S8, die zwischen Mönchengladbach Hbf und Hagen Hbf verkehrt, für einen zweiminütigen Aufenthalt.

    Zweifelsohne eine Petitesse, aber ich habe insgesamt elf Lokomotiven der Baureihe 111 in S-Bahn-Ausführung aus den HansP-Modellen angefertigt, die sich inhaltlich nur in kleinen Details unterscheiden: Neben individuellen Betriebsnummern mit passenden Revisionsdaten weisen die Maschinen auch die zutreffenden Herstelleranschriften auf. Im Simulationsablauf ist das alles allerdings kaum bis gar nicht zu bemerken. Wahrnehmbar ist aber die farbliche Angleichung an die x-Wagen von German Railroads.


    Ein paar Bahnsteige weiter hat sich inzwischen auch der D 442 aus Görlitz eingefunden. Dessen Nachbargleis wird vom Nahverkehrszug 8726 nach Kleve belegt, der auf Reisende wartet. Der Zuglauf führt über Neuss, Krefeld und Geldern und ab Krefeld Hbf endet die Fahrt unter Fahrleitung - die Züge auf dieser Relation sind deshalb mit einer Diesellok bespannt. Eigentlich wäre hierfür eine Lok der Baureihe 215 vorbildgerecht, die Bw Köln-Deutzerfeld und Krefeld waren wesentliche Einsatzorte jener Baureihe, aber in der Simulation mangelt es an einem Modell, welches überzeugen kann. Ersatzweise kommt deshalb eine BR218 zu Einsatzehren und befördert diesen Wendezug.


    Zurück in den Führerstand des IC 1007: Pünktlich erreicht auch der D 2402 den Düsseldorfer Hauptbahnhof. Man sieht es ihm aufgrund des 70er-Jahre ozeanblau-beigen Gewands eher nicht an, aber dennoch, es handelt sich um einen internationalen Zuglauf. Am frühen Nachmittag in Luxembourg gestartet, hängt seit dem Aufenthalt in Koblenz Hbf eine Maschine der BR111 am Zug. In rund 75 Minuten wird der Zug sein Ziel Münster (Westf) erreichen.


    Der Abfahrtpfiff ertönt, die Schwenktüren schließen sich und der IC 1007 bricht zur nächsten Etappe auf. Im Bahnhofsvorfeld mahnen einige leere Autoreisezugwagen: Das Düsseldorfer Autoreisezug-Terminal hat im Wuppex12 keine Berücksichtigung gefunden, im realen Leben wird es hingegen immer noch von privaten Autoreisezug-Anbietern genutzt. Im Hintergrund drängelt sich E 3175 ins Bild, der Aachen über Mönchengladbach und Hagen mit Iserlohn verbindet. Als Verstärkungswagen wurde dem Trio aus silbernen Großraumwagen ein zusätzlicher Abteilwagen beigestellt.

    Gruß EGZ

  • Ein großes Kompliment für diese Liebe zum Detail! Gerade solche Feinheiten machen eine Strecke oder Aufgabe erst wirklich glaubwürdig. Die individuell gestalteten Baureihe-111-Lokomotiven mit passenden Betriebsnummern, Revisionsdaten und Herstelleranschriften mögen im Fahrbetrieb kaum auffallen – unbewusst tragen sie aber enorm zur authentischen Atmosphäre der frühen 1990er Jahre bei. Genau diese Sorgfalt wissen Eisenbahnfreunde und Simulator-Enthusiasten besonders zu schätzen.

  • Guten Abend,
    es sind nur noch rund 40 Bahnkilometer bis Köln Hbf zu bewältigen. Im Buchfahrplan werden dafür 23 Minuten Fahrzeit veranschlagt - das ergibt eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 105 km/h: Schwindelgefühle angesichts des rasanten Tempos sind eher nicht zu befürchten!


    Sanft legt sich der IC 1007 in die langgezogene Kurve hinter dem Düsseldorfer Hauptbahnhof.


    Im Güterbahnhof Düsseldorf-Reisholz drückt eine 290er einen schweren Kesselwagenzug in die Abstellgleise. Die Texturen dieser ozeanblau-beigen Ausführung habe ich ein wenig an das reale Vorbild angepasst.


    Am anderen Ende des Güterbahnhofs auf Höhe des S-Bahn-Haltepunkts wartet ein gemischter Güterzug auf eine Möglichkeit, sich in den S-Bahn-Takt zu mogeln. Die Einheitsloks der Baureihe 140 waren im "Brot und Butter-Geschäft" nicht wegzudenken.


    Der hochwertige Fernverkehr war Anfang der 90iger Jahre noch eine Domäne der Baureihe 103. Das neue orientrote Farbkleid wurde kontrovers diskutiert und in späteren Jahren unterstrich es optisch durch Ausbleichen die enorme Beanspruchung der Maschinen. Den aus dem schweizerischen Chur kommenden EC 2 "Rembrandt" hat die 103 144 zur Mittagszeit in Basel SBB übernommen und führt ihn bis Emmerich nahe der deutsch-niederländischen Grenze. Ab dort übernimmt dann die Nederlandse Spoorwegen die weitere Beförderung des Zuges bis nach Amsterdam. Der Wagenpark wird überwiegend von den Schweizerischen Bundesbahnen gestellt. Die DB steuert Lediglich den Speise- sowie einen einzelnen Sitzwagen bei.


    Trommelwirbel, Tusch und Tschingderassabum - eine S-Bahn wird überholt! Weit hat es die S6 bis nach Langenfeld nicht mehr: Lediglich zweimal Halten und dann kann der S-Bahner seine wohlverdiente Pause machen. Der IC 1007 hingegen darf auf diesem Abschnitt mit 160 Sachen dem Nahverkehrskollegen die roten Zg2-Signallichter zeigen.


    Und schon wieder naht ein internationaler Fernverkehrszug: Der EC 28 bewältigt die Langstrecke von Wien Westbahnhof nach Kiel Hbf. Der Wagenzug wird zu fast gleichen Teilen von ÖBB und DB gestellt und zeigt ein zeitgemäß ziemlich buntes Bild. Für Fachmänner und Kenner sei erwähnt, dass ich bei der Verwendung der österreichischen Eurofirma-Wagen ein wenig geschummelt habe: HansP hat nur die Wagenmodelle mit den 160km/h-Drehgestellen im Angebot, der Zug ist aber eigentlich für 200 km/h zugelassen. Selbstverständlich wurde die Geschwindigkeit des Zuges in der Simulation an die Waggons angeglichen…


    Der wohl bekannteste Arbeitgeber in Leverkusen ist die Bayer AG. Seit Ende der 50iger-Jahre kündet diese überdimensionale Leuchtreklame mit dem Markenzeichen von der Bedeutung des Chemie- und Pharmakonzerns. Einmalig ist das allerdings nicht: Weltweit existieren 47 sog. Großlichtanlagen mit dem Bayer-Logo.


    Apropos Werbung: Gerne wurden auch die x-Wagen der S-Bahn als Werbefläche genutzt. Vor allem die Generation "Schreibmaschine" wird mit Tipp-Ex dem Fehlerteufelchen ordentlich Angst eingeflößt haben. Erhältlich ist das Korrekturmittel heutzutage immer noch! Der aufmerksame Beobachter wird festgestellt haben, dass der IC 1007 bereits die nächste S6 eingeholt hat.


    Zwischen all den entgegenkommenden Schnellzügen drängelt sich auch immer wieder einmal ein Eilzug dazwischen. In diesem Fall ist es der E 3037, dessen Kastenzehner die kurze n-Wagen-Garnitur von Aachen nach Hamm zieht. Mittlerweile hat der IC 1007 das Kölner Einzugsgebiet erreicht - bald ist die Etappe geschafft…

    Gruß EGZ

  • Guten Tag zusammen,
    der Buchfahrplan des IC 1007 sieht noch knapp zehn Minuten Fahrzeit zwischen Köln-Mülheim und dem Hauptbahnhof der Domstadt vor…


    In Köln-Mülheim fädelt die Strecke in Richtung Duisburg aus, die die Kölner Region mit dem Ruhrgebiet über Opladen und Hilden verbindet. Diesen Weg wählt die überwiegende Anzahl der Güterzüge.


    Eine weitere optische Spielart bieten die nachgelieferten Bauserien der x-Wagen: Das seit Ende der 80er-Jahre gültige Produktdesign unterscheidet sich nur geringfügig von der vorher verwendeten Poplackierung: Aus Kieselgrau wurde Lichtgrau und statt Reinorange wurde Lachsorange verwendet - für den Laien sicherlich nicht zu unterscheiden. Eher wahrnehmbar war der zusätzliche Begleitstreifen in Pastellgelb. Eine Auswirkung auf die betriebliche Qualität hatte das neue Corporate Design zweifelsohne nicht gehabt und auch eine sonst gerne damit einhergehende "Kundenbindung" war wohl nicht zu erwarten. Letztlich konnten sich diverse Design-Agenturen konzeptionell austoben und dieses dem Steuerzahler in Rechnung stellen. Der gewählte Entwurf orientierte sich an der Temperamentenlehre von Goethe und Schiller (ich gestehe: Das habe ich mir auch nur angelesen…): Die S-Bahn-Ausführung entspricht dem "Sanguiniker" . Man kann durchaus den Schluss ziehen, dass es bereits 1986 in den Führungsetagen der Deutschen Bundesbahn erheblich an Bodenhaftung gefehlt hat!


    Die nächste Zugbegegnung erfolgt mit dem FD 1920: Ein Teil des Wagenparks des Zugs mit dem Namen "Bayerischer Wald" ist auf Unterwegshalten als Kurswagen beigestellt worden: Morgens ist der Zug in Bayerisch Eisenstein mit sechs Reisezugwagen zum Reiseziel Dortmund Hbf aufgebrochen, im nahen Plattling wurden Halbspeisewagen und zweiter Gepäckwagen ergänzt. Jener wurde aber bereits in Nürnberg wieder abgezogen. In Würzburg sind dann weitere zwei Reisezugwagen vom Zug gegangen, aber dafür wurden wiederum vier Waggons hinzugefügt. Auch der Aufenthalt in Frankfurt Hbf wurde dazu genutzt, den Zug mit zwei weiteren Kurswagen zu verstärken, die aus Basel SBB kamen. Die vielzähligen Rangierarbeiten standen im Widerspruch zur zunehmenden Kostenorientierung der Deutschen Bundesbahn. So wurde der erst 1983 eingeführten Zuggattung FD - Fern-Express, die vor allem umsteigefreie Urlaubsverbindungen herstellen sollte, keine lange Zukunft mehr gewährt: Mit dem Fahrplanwechsel im Mai 1993 war diese Zuggattung Geschichte.


    Der Bereich des Güterbahnhofs Köln-Deutz ist im WupperExpress 12 nur rudimentär angedeutet: Wann dieses Gebiet verändert wurde, habe ich nicht genau recherchiert. Mit der Planung und dem Bau der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt ging jedenfalls eine großflächige Umgestaltung der Bahnanlagen in und um Köln-Deutz einher. Der ehemalige Rangier- und Abstellbahnhof Köln-Deutzerfeld wird in der Gegenwart in weiten Teilen zur Abstellung von Zügen des Personenverkehrs genutzt. Aber 1991 dürften die Güteranlagen noch genutzt worden sein. Auf den spärlich umgesetzten Gütergleisen pausieren noch einige Rangierlokomotiven - in der Nacht wird das tägliche Geschäft ihre Unterstützung erfordern.


    Zwar ist es bei diesen Lichtverhältnissen nur schemenhaft zu erkennen, aber der "Jägermeister" fährt ebenfalls S-Bahn. Der Kräuterlikör bewegt sich mit 35% Alkoholgehalt durchaus am oberen Rand des Begriffs "Likör" und der Hersteller hat die Werbefläche "Bahn" gerne genutzt. Der IC 1007 bewegt sich mittlerweile im Verkehrsgebiet der Kölner S-Bahn: Lange Zeit ab 1975 blieb die Linie S 11 ein Einzelgänger, erst seit Sommer 1991 ergänzen auch Züge der S6 das wahrlich noch nicht engmaschig gewebte Netz der Kölner S-Bahn. Zudem wurde zu diesem Zeitpunkt ein S-Bahn-Vorlaufbetrieb als S 12 mit n-Wagen-Zügen in Betrieb genommen. In der Gegenwart hat sich die Anzahl der S-Bahnlinien mehr als verdoppelt und das Liniennetz soll zukünftig noch ausgeweitet werden.

    Die im Bildhintergrund hell angestrahlte LANXESS arena (bis 2008: Kölnarena) ist ein wenig aus der Zeit gefallen: Zum Zeitpunkt der Vorbeifahrt des IC 1007 war noch nicht einmal der Grundstein für die 1998 eröffnete Multifunktionshalle gelegt worden.


    Im nächsten Augenblick taucht der IC 118 "Karwendel" auf, den die 120 156 bereits im Stuttgarter Kopfbahnhof von einer 103 übernommen hat. Wie etliche der bisher gesehenen Fernzüge wird auch dieser Zug in Dortmund Hbf enden. Der IC 1007 "Donald Duck" hat sich zwischenzeitlich seiner virtuellen Bremsschirme bedient und gleitet nun durch den Bahnhof Köln-Deutz. Im Zuge des Baus der Schnellfahrstrecke Köln - Frankfurt wurde der Bahnhof umgestaltet und Ende 2004 wurde die Station in Köln Messe/Deutz umbenannt.


    Nun muss nur noch der Rhein überquert werden: Unmittelbar hinter der Hohenzollernbrücke schließt sich der Kölner Hauptbahnhof an. Wie auf einem Präsentierteller liegt der Kölner Dom unmittelbar daneben. Der Stolz der Flugente: Die Uhr im Führerstand kündigt ein pünktliches Eintreffen an.


    Eine weitere bereits ausgestorbene Zuggattung war die Citybahn, Kurzform: CB. Im Jahr 1984 als Versuch zur Steigerung der Attraktivität im Nahverkehr gestartet, wurde sie bereits elf Jahre später im Zusammenhang mit dem aufkommenden Regionalbahn- und Regionalexpress-Verkehr wieder abgeschafft. Erste Einsatzstrecke war die Verbindung von Köln in Richtung Gummersbach. Modernisierte n-Wagen bildeten den Wagenpark und Waggons sowie Loks der Baureihe 218 wurde mit der bekannten orange-grauen Pop-Lackierung der S-Bahn versehen.

    Während der IC 1007 gemächlich an seine Bahnsteigkante schleicht, hat CB 6451 nach Overath Ausfahrt erhalten. Die Zeiten optisch einheitlich gestalteter Zugverbände sind bereits Vergangenheit - heute schiebt eine Lok der Baureihe 218 in ozeanblau-beiger Farbgebung den Zug und zudem hat ein Waggon bereits das moderne Nahverkehrskleid in mint spendiert bekommen. Es ergibt sich - wieder einmal - ein kunterbunter Zugverband, der sämtliche Corporate Design-Bestrebungen ad absurdum führt.


    Zum internationalen Zugverkehr in Köln Hbf zählen auch die Verbindungen zwischen Belgien und Deutschland, die von Mehrsystemloks der Belgischen Staatsbahnen bis zu ihrem Zielbahnhof in Deutschland befördert werden. Der D 323 aus Oostende trifft fast zeitgleich in Köln ein. Die SNCB-NMBS hat den Zug mit einer Lok der Baureihe 18 bespannt. Hierbei handelte es sich um Splittergattung des Alsthom-Konzerns, die aus lediglich sechs Fahrzeugen bestand. Die Vier-System-Lok basierte auf einer französischen Entwicklung und wurde überwiegend noch vor der Jahrtausendwende abgestellt. Die Baureihennummer wurde später neu vergeben und seit 2009 belegen Siemens-Eurosprinter das Nummernsystem.

    Zugegeben: Die im Bild sichtbare HLE 1805 verwendet einen "falschen" Stromabnehmer - hier beschränken die im Modell realisierten Animationen die vorbildgerechte Umsetzung. Aber wenn ich es nicht erwähnt hätte, wäre darüber vermutlich eh nur eine Person gestolpert… ;)


    Der IC 1007 hat nun seinen Halt in Köln Hbf planmäßig erreicht. Der Bildbericht endet zwar an dieser Stelle, aber die Beschäftigung mit der Aufgabe ist damit noch nicht vollendet: Ich strebe eine Veröffentlichung im Laufe des Monats August an und werde zu gegebener Zeit entsprechend informieren.

    Gruß EGZ

  • Hallo miteinander,
    die Aufgabe ist ab sofort als Download verfügbar!

    Ich werde nicht müde, auf das Lesen der zur Aufgabe zugehörigen Readme-Datei hinzuweisen - zudem gibt es den bewährten Batchjob, der helfen kann, etwaige Lücken im erforderlichen Fahrzeugbestand aufzudecken. An dieser Stelle noch zwei kleine wohlwollende Hinweise:

    Die ReadMe benennt auch das TTB-ICE-AddOn als Voraussetzung. Wer nun denkt, diese Fahrzeuge können in einer Aufgabe zu Anfang der 90er Jahre doch gar keine Verwendung finden, liegt inhaltlich vollkommen richtig. Aber: Es werden die ICE-Sounds aus jenem AddOn benötigt - fehlt das AddOn, wird es beängstigend ruhig im Spielerzug sein!

    Am ersten Halt - Düsseldorf Flughafen Terminal - befindet sich ein Wendepunkt in der Route, der unbedingt angefahren werden sollte. Unterbleibt dies, endet die Fahrt wieder am Prellbock des Gleises, auf dem die dann ziemlich kurze Reise begonnen hat.

    Wie immer ist die Aufgabe auf meiner Homepage egz.bplaced.net zu finden. Möglicherweise muss die Anzeige der einzelnen Seiten der Homepage mit F5 aktualisiert werden - je nach Browser dauert es einige Zeit, bis der neueste Stand der Website automatisch angezeigt wird.

    Guten Flug auf Flughöhe Null wünscht
    EGZ

  • Hallo zusammen,
    ich will die Gelegenheit noch für einen ergänzenden Hinweis nutzen…

    (…) Laut TrainStore sollte ich alle Fahrzeuge haben. (…)

    TrainStore ist ein Instrument welches auch ich nach wie vor im täglichen Einsatz nutze. Es ist allerdings dabei zu berücksichtigen, dass TrainStore beim Ein- und Auslagern einer Aufgabe "nur" das Vorhandensein von .eng-/.wag-Dateien prüft!

    Für meine Aufgaben liefere ich individuelle .eng-/.wag-Dateien mit. Sobald der Aufgaben-Download in die OR-Datenstruktur kopiert worden ist, wird daher TrainStore zwangsläufig "Vollständigkeit der Fahrzeuge" melden, da es immer eine .eng-/.wag-Datei findet. Wurde aber das eigentlich benötigte Fahrzeug nie installiert, wird lediglich der Fahrzeugordner mit meiner individuellen .eng-/.wag-Datei vorhanden sein, also das Fahrzeug an sich fehlen. Deshalb ist TrainStore in Bezug auf meine Aufgaben hinsichtlich Vollständigkeit von Fahrzeugen nicht aussagefähig.

    Ich füge den Aufgaben eine zusätzliche Batch-Datei bei. Diese prüft das Vorhandensein essentieller Dateien (vornehmlich .s-Dateien), die aus einer Installation des Fahrzeugs stammen. Die Batch-Datei protokolliert die problembehafteten Fahrzeugverzeichnisse und in der ReadMe-Datei (schwupps - da ist sie wieder! ;)) findet man zu jenem Fahrzeugverzeichnis eine Bezugsquelle.

    Gruß EGZ

  • Hallo EGZ,

    ich bin nun endlich dazu gekommen, deine Aufgabe zu Ende zu fahren. Natürlich hat alles geklappt, aber das ist bei deinen Aufgaben ja nichts Neues. Was ich aber gern hier loswerden möchte: Ich bin sonst überhaupt kein Freund von Nachtaufgaben, weil man die eigentlich nur im dunklen Arbeitszimmer fahren kann und ich kein Nachtarbeiter bin. Aber ... mit deiner Aufgabe hat es unheimlich Spaß gemacht, durch das abendliche Ruhrgebiet zu "düsen". Ich hatte selten bei einer Aufgabe so ein realistisches Fahrgefühl. Deine Lichteinstellungen haben sicher viel dazu beigetragen und die betagte Strecke sieht mit ihren sehr guten Nachttexturen im Dunkeln viel besser aus als am Tag. Schade, dass die Aufgabe nicht länger ist! 😉

    Vielen Dank dafür und Grüße,

    Uli