Aufwertung "SFS Hannover - Berlin"

  • Hallo miteinander,

    die Freeware-Strecke "SFS Hannover-Berlin" hat mich seit Anbeginn beeindruckt, aber leider ist nach der im Februar 2014 veröffentlichten Version 3 keine weitere Aktualisierung mehr erfolgt. Insbesondere die aufgrund von Lücken im DBTracks-Gleiskatalog vorhandenen Abschnitte ohne Oberleitung empfinde ich als störend. Seit einiger Zeit bastele ich nun an dieser Strecke, um die bereits vorhandene Qualität noch ein wenig zu steigern. Vorerst widme ich meine Aufmerksamkeit dem Abschnitt Braunschweig - Stendal. Um keine falschen Erwartungen zu wecken sei erwähnt, dass ich aufgrund fehlender Genehmigungen keine Veröffentlichung anstrebe.


    Aber ein paar Bilder will ich gerne in loser Folge zeigen - die Schnappschüsse stellen die Zustände "vorher" und "nachher" dar und mit der Foren-eigenen Bildervorschau sollte es möglich sein, zwischen diesen Zuständen hin und her zu wechseln und so die Änderungen dingfest zu machen.


    Lange Vorrede - nun geht es los in Braunschweig:


       


    Auffällig ist eine kleine Baustelle am Ende des Nachbarbahnsteigs: Bei mir flackert dort der Bahnsteigbelag. Weil ich das trotz diverser Tricks nicht beseitigen konnte, wurden kurzerhand die Bauarbeiten beauftragt und der Großteil des flackernden Belag verschwindet unter dem Baumaterial. Auf dem Bahnsteig sind Reisende zu erkennen und wenn man genau schaut, erkennt man auch die ersten Hektometertafeln. Und ebenfalls im Hintergrund zu erahnen sind die Bahnleuchten.


       


    Östlich des Braunschweiger Hauptbahnhofs befindet sich eine Wagenhalle. Der Didi2004-Lagerhalle habe ich neue Texturen gegönnt. Auch hier finden sich bei genauer Bildbetrachtung Bahnleuchten und Hektometertafeln. Ein Spanngewicht kann man in der Ferne ebenfalls identifizieren. All diese "kleinen" Elemente gehören sozusagen zur Grundausstattung und bereichern die bearbeiteten Streckenabschnitte.


    Soweit erst einmal,

    Gruß EGZ

  • Weiter geht's - zunächst ein kurzes Stück in Richtung Magdeburg… Nach wenigen Kilometern wird am ehemaligen Haltepunkt Grüner Jäger ein Bahnübergang passiert:


       


    Neben einem generellen Fahrzeugtausch versuche ich nach Möglichkeit auch Norberts DBTracks-Straßen-Pakete einzubinden, Leitplanken und Haltelinien sorgen zusätzlich für Sicherheit im Straßenverkehr und ein wartender Radfahrer belebt das Bild. Ein wenig Eisenbahntechnik am Streckenrand vervollständigt die Szenerie.


       


    Unmittelbar vor dem Bahnhof Weddel wird die Schapener Str. überquert. Etliche Straßen werden von mir mit fließendem Autoverkehr versehen. Ich habe dabei das Vergnügen auf das Schaffen eines Hobbyfreundes zurückgreifen zu dürfen, der sich einen umfangreichen hochwertigen KFZ-Pool durch qualitative Verbesserung vorhandener Modelle geschaffen hat! Auch im Modell gilt die StVO und so werden fleißig Verkehrsschilder aufgestellt. Nach rechts zweigt die Zufahrt zum Bahnhof ab, die nun mit einer Beleuchtung ausgestattet ist.


    Nach diesem kleinen Ausflug in die Welt der gummibereiften Fahrzeuge rückt demnächst wieder die Schienentrasse in den Mittelpunkt - versprochen! :)


    Gruß EGZ

  • Hallo EGZ,


    schöne Bilder und eine tolle Arbeit, wie bearbeitest du die alte Stammstrecke zwischen Wustermark und Oebisfelde? Wird ein wenig DR Flair mit eingebaut ?

    Die Bilder gefallen mir sehr gut aber wie machst du es mit den fehlenden DB Tracks?


    Viele Grüße und ich freue mich auf neue Bilder

    Silvio

  • Vielen Dank für Eure Reaktionen und Euren Zuspruch!


    DR-Flair im Schatten der Neubaustrecke ist wohl eher kaum noch zu finden: KS-Signale und neue Bahnsteige für den noch vorhandenen Bahnbetrieb, zugewachsene oder demontierte Gleise sowie geschlossene Bahnhofsgebäude erinnern an lebhaftere Zeiten. Dennoch meine ich, dass auf der eingleisigen Dieselstrecke ein abwechslungsreicher Betrieb gestaltet werden kann und die eine oder andere Ludmilla ein wenig an die Vergangenheit anknüpfen kann. Aber bis meine Berichterstattung das ehemalige Reichsbahngelände erreicht, wird noch etwas Geduld erforderlich sein - zunächst wird über die Weddeler Schleife in Fallersleben die Lehrter Bahn erreicht:


       


    Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit ergibt sich aus der Verwendung von PT36-Objekten. So habe ich den Fußgängersteg ausgetauscht - mit dem ShapeFileManager (SFM) wurde das Objekt ein wenig in der Breite gestaucht, damit die Reisenden über die Treppenabgänge auf dem Bahnsteig und nicht im Gleisbett landen. Die auffälligen grünen Bestandteile im Gemäuer der Lagerhalle wurden zudem dezenter gestaltet und am hinteren Treppenabgang wurde der Zugangsbereich mit Laternen, Zaun, Bodenbelag und Fahrradständer belebt.


       


    Ein Blick auf die örtliche Ladestraße offenbart neu texturierte Containerstapel, deren Ausmaße sich nun auch an den genormten Container-Größen orientieren. Ein mobiler Kran, ein leerer Trailer und der einsame Arbeiter suggerieren eine Betriebsamkeit, die die Realität weit übertrifft - warum sollten hier Container umgeschlagen werden, wenn in 1.500 Meter Entfernung ein komplettes Container-Terminal am Mittellandkanal auf Kundschaft wartet? ("Fehlender Gleisanschluss" könnte ein Argument sein… :)) Zugegeben: "Künstlerische Freiheit" gestehe ich mir zu…

    Auf dem zweiten Blick ist im Hintergrund auch eine farbliche Aufarbeitung der Vegetation der Didi2004-Parkplätze zu bemerken - so fügen sich diese Objekte unauffälliger in die Umgebung ein.


    Kommende Woche setze ich meinen kleinen Bildbericht fort - darin geht es dann auch um die fehlenden DBTracks-Elemente.


    Gruß EGZ

  • Für den Moment bleiben wir noch in Fallersleben und stürzen uns ins Nachtleben:


      


    Die Oststraße überquert die Bahntrasse - zwischenzeitlich hat die Stadtgemeinde in die Beleuchtung des Straßenverlaufs investiert. Die KFZ sind - zumindest teilweise - mit einem Lichtschein ausgestattet und wirken dadurch besonders ansprechend.


        


    Ein Blick auf die östliche Ausfahrt von Fallersleben verdeutlicht die Bearbeitung der Gleise: Die Lücken im DBTracks-Sortiment resultieren aus dem viel zu frühen Ableben von Norbert Rieger. In der Strecke macht sich das vor allem durch fehlende Oberleitung und fehlendes LZB-Kabel bemerkbar. Zudem scheinen 1.435 mm Spurweite eine dehnbare Größe in der Simulation zu sein, jedenfalls passen die beiden Gleissysteme nicht gut zueinander.


    Meine Möglichkeiten sind begrenzt: Einige Weichen lassen sich durch die nicht freigegebenen herzstücklosen DBTracks-Exemplare aus GR12 ersetzen - so geschehen im Bildbeispiel im mittleren Gleis am unteren Bildrand. Ggf. sind die verwendeten Texturen anzugleichen. Letzteres gilt auch für die verbleibenden XTracks-Gleissegmente (Bildmitte). Die fehlenden Oberleitungen wurden mit dem Oberleitungstool von Leo_1982 generiert und punktuell manuell eingefügt. Als eigenständiges Bauteil wird das LZB-Kabel passend zum Gleis selbst gefertigt und ebenfalls eingebaut. Die Übergange vom 3D-DBTracks- zum 2D-XTracks-Gleis an den Schienenstößen werden mittels weiterer selbst gefertigter Bauteile kaschiert. Ein aufwändiges Verfahren, welches zwar keine 100%ig befriedigende Lösung erzielt, aber doch eine Verbesserung des optischen Eindrucks bewirkt.


    Nebenbei sind erneut Hektometertafeln und ZickZack-Aufstellung der Oberleitungsmasten zu erkennen. Der Asphalt des parallel zur Bahnstrecke verlaufenden Nebenweges wurde dezent aufgefrischt. Im Hintergrund ist das Brückenbauwerk der A39 in Fallersleben zu sehen: Der Blick hat sich nun in Fahrtrichtung Hannover gewendet, denn in der kommenden Woche ist ein kleiner Abstecher nach Gifhorn geplant.


    Gruß EGZ

  • Gegenwärtig ist Gifhorn der westliche Endpunkt meiner Umbauaktivitäten und ich will heute dort einmal kurz vorbeischauen:


       


    Durchaus überraschend im flachen Gelände wird hinter Calberlah ein fast 1.000 m langer Tunnel passiert: Mit diesem Bauwerk wird der Elbe-Seitenkanal unterquert. Die orangefarbenen Streifen an den Hektometertafeln kennzeichnen einen Notbremsüberbrückungs (NBÜ)-Abschnitt: Der markierte Bereich ist im Rettungsfall schwer zugänglich und deshalb darf dort trotz gezogener Notbremse nicht gehalten werden. Zwar war mir die NBÜ-Regelung bekannt, aber die Hektometertafel-Markierung war mir "Hobbyisten" nicht geläufig - wieder etwas dazu gelernt! :)


    Auch wenn es im Bildvergleich nicht erkennbar ist: Die LZB-Blockkennzeichen sind ausgetauscht, da die bisherigen Bauteile die Textur vorbildwidrig beidseitig gezeigt haben. Verbesserte Bauteile sind in der SFS NIM der Autoren zu finden, es müssen nur die Texturen entsprechend angepasst werden. Auffälliger hingegen sind die ausgetauschten Oberleitungsmasten - zweifelsohne ist diese Bauform ebenfalls nicht vorbildgerecht, aber der Einbetonierung in die Stützwände ist ein Ende bereitet.


       


    Gifhorn stand ursprünglich nicht auf meinem Arbeitszettel, aber - wie bereits erwähnt - habe ich Zugriff auf eine exzellente KFZ-Flotte erhalten und für Omnibusse wurden mir sogar die Arbeitsdateien der Texturen überlassen: So entstanden auch aus meiner Feder einige Bus-Repaints, obwohl es doch eigentlich um die Eisenbahn gehen sollte...


    Abweichend vom Vorbild habe ich nordwestlich vom Bahnhof die grüne Wiese nun mit Beton und Asphalt überzogen und einen kleinen Umsteigepunkt erstellt. So fern der Realität ist das gar nicht, denn an dieser Stelle befinden sich tatsächlich überwiegend Parkplätze. Im Hintergrund ermöglicht ein Kiosk die Verkürzung der Wartezeit mit Kalt- oder Heißgetränk, am rechten Bildrand ist der Zugang zum Bahnsteigtunnel zu erkennen, der wie so oft wenig einladend wirkt. Zwei Taxis warten auf Fahrgäste mit dem nötigen Kleingeld, alle anderen nehmen den Bus: Harry Baxmann fährt im Auftrag des örtlichen Verkehrsverbundes nach Wolfsburg Hbf - wie in der Realität.


    Und nach Wolfsburg Hbf führt uns auch die kleine Bahnreise in der nächsten Woche.


    Gruß EGZ

  • Mittlerweile reisen wir wieder in Richtung Stendal und legen einen Halt in der Autostadt Wolfsburg ein:


        


    Die Perspektive aus dem Führerstand offenbart die vielen Kleinigkeiten, die sich zu einem verbesserten Gesamteindruck zusammenfügen… Von rechts nach links: Farblich behandelte Büsche am Parkplatz sowie - in einer kleinen Lücke durchschimmernd - das Stahlfachwerk eines Lagerhauses, Hektometertafel, Beschilderung auf dem Bahnsteig, El6-Signal, ausgetauschte Oberleitungsmasten und - kaum zu erkennen im Hintergrund - Spanngewichte für die Oberleitung. Kleinvieh macht nicht nur Mist, sondern vor allem Arbeit… :)


        


    Eine kleine Gewerbefläche wird wenige hundert Meter weiter passiert. Laut Hektometertafel sind es exakt 200 Meter, aber darauf würde ich mich nicht 100%ig verlassen: Die Tafeln werden manuell gesetzt und dabei orientiere ich mich vor allem an Orten wie Bahnhöfe, Brücken etc. Diese Gewerbefläche ist nun mit Zaun und Mauer eingefriedet, damit sich niemand unbefugt an den erneuerten Containern - man beachte deren Proportionen! - zu schaffen macht.


    Am nächsten Montag schauen wir dort noch einmal vorbei, bevor wir das nächste Etappenziel "Oebisfelde" erreichen.


    Gruß EGZ

  • sehr gute Arbeit und ich finde die kleinen Dinge sind öfters das Salz in der Suppe ;)

    Das sehe ich ganz genauso! :thumbup: Und durch das von OpenRails gebotene Licht und Schattenspiel gewinnt die Strecke zusätzlich noch an Reiz.


    Bevor wir uns nun nach Sachsen-Anhalt aufmachen, will ich noch einmal dem Gewerbehof in Wolfsburg einen kurzen Besuch abstatten:


        


    Sehr vorbildlich: Hier wird der Müll ordentlich getrennt…


    Weiter geht es und der nächste Halt ist Oebisfelde:


        


    Unmittelbar vor der Einfahrt in den Bahnhof wird die L24 unterquert, die hier den Namen "Klötzer Str." trägt (welch unnützes Wissen…). Die Straßenbrücke ist nun für den DHL-Sattelschlepper sicherer zu überqueren, da die nachgerüsteten Stützpfeiler der Statik zuträglich sind. Auch Leuchten gehören zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr. Bahntechnisch will ich die Aufmerksamkeit auf die Rufsäule sowie den Anschlusskasten in Höhe des Signals der Gegenrichtung lenken: Diese beiden Elemente befinden sich vorbildentsprechend bei fast jedem Hauptsignal und der Einbau in die Strecke ist nicht unbedingt als besonders kreativer Anteil an der Arbeit zu bezeichnen. Aber ich will nicht klagen - selbst gewähltes Schicksal! :)


    Kommende Woche zeige ich dann weitere Bilder aus Oebisfelde.


    Gruß EGZ

  • Hallo miteinander,

    ein Dankeschön an Cris für die Verlagerung der Beiträge in ein eigenes Thema: Ich hatte ursprünglich nicht mit dieser Resonanz gerechnet, die meine kleinen Schönheitsoperationen an der Strecke begleiten - ich freue mich darüber! :)


    Vergangene Woche haben wir Oebisfelde erreicht: Die frühere Bedeutung dieses Bahnknotens ist heutzutage verblasst und durch umfangreichen Rückbau ist lediglich ein funktionaler - in meinen Augen trostloser - Durchgangsbahnhof verblieben, der dem Regionalverkehr in Richtung Wolfsburg, Stendal und Magdeburg dient. Im Streckenbau der Simulation wurde das Augenmerk vermutlich auf die Abwicklung des geringen Personenverkehrs der Stammbahn gerichtet, so dass der Großteil der heute noch verbliebenen Güter- und Betriebsgleise nicht modelliert sind. Da ich gegenwärtig keine Ambitionen hege, die Schienendatenbank zu verändern, lebe ich mit den gegebenen Verhältnissen …


    Genug der Vorrede - es folgen Bilder:


        


    Zunächst ein Blick über die Gleise der SFS hinweg auf das Bahnsteiggelände. Gegenüber ist das aus PT36 stammende Bahnhofsgebäude zu erkennen. Der Hausbahnsteig wird heutzutage nicht mehr genutzt und ist daher gleisseitig mit einem Zaun versehen. Moderne Bahnleuchten säumen das äußere Durchgangsgleis, welches am Hausbahnsteig vorbeiführt. Die beiden Inselbahnsteige sind durch einen Tunnel angebunden. Ebenfalls ausgetauscht wurden die Güterschuppen rechts und links des Bahnhofsgebäudes.


    Das etwas ungesund grün wirkende Gras habe ich gegen Texturen aus dem Sortiment von Norbert Rieger ausgetauscht. Das ist in diesem Bahnhofskomplex tatsächlich erwähnenswert, da vielfach Gleisbereiche zugewachsen sind und Norberts Texturen den Eindruck eines "sich-selbst-überlassenem Bahngeländes" besser herausstellen. Ein solches Gelände verwahrlost dann leider zusehends und wird als Mülldeponie zweckentfremdet. Im Bereich rechts vom Empfangsgebäude ist das entsprechend angedeutet.


        


    Am erwähnten äußeren Durchgangsgleis geht der Blick zurück zu den Bahnsteigen. Im Vergleich ist noch einmal sehr deutlich der Unterschied der Grastexturen zu bemerken. Die modernen Bahnleuchten stehen direkt am Durchgangsgleis, ein wenig zurückgesetzt stehen aber immer noch die älteren Pilzlampen - so habe ich es jedenfalls dem Video-Anschauungsmaterial entnommen. Eingangs hatte ich bereits erwähnt, dass die Gütergleisanlagen nur rudimentär in der Simulation vorhanden sind: Soweit ich Gleispläne und Bildaufnahmen analysiert habe, liegen statt des Unkrautbereichs in der Realität auch heutzutage noch genutzte Gleise. Meiner Phantasie ist das Lademaß entsprungen, so dass wenigstens eine kleine Andeutung vergangener Zeit vorhanden ist.


    In einer Woche geht es nur wenige Schritte im weitläufigen Bahnhofsgelände weiter.


    Gruß EGZ

  • Richten wir unseren Blick gen Osten, schauen wir auf den umfangreichen Komplex des Bahnbetriebswerks. In der Realität wird auch heute noch der größere der beiden Ringlokschuppen sowie die zugehörige Drehscheibe genutzt . Allerdings ist das Bw-Gelände mittlerweile privatisiert und wird von der BBL Logistik GmbH, einem Eisenbahnverkehrsunternehmen aus Hannover als Anschlussbahn betrieben.


        


    Auch das Bw-Gelände gehört zu den nicht modellierten Bereichen der Streckenumsetzung - Drehscheibe sowie Schuppen- und Betriebsgleise sind nicht vorhanden bzw. nicht befahrbar. Um dennoch ein wenig Atmosphäre zu schaffen, habe ich Bekohlungsanlage und Wasserkran ergänzt. Ein Ra11-Signal rostet vor sich hin. Drehscheibe und Ringlokschuppen wurden ausgetauscht und im Hintergrund wartet ein blauer Portalkran auf schwere Lasten - zugegeben: In der Realität ist er rot! ;)


        


    Eine andere Perspektive: Der Ringlokschuppen ist aus PT30 entnommen und die optisch geringfügig angepasste Drehscheibe stammt aus Tschechien. Die Gleise im Vordergrund enden im Unkraut - ein paar provisorisch verbaute Holzschwellen verhindern die Weiterfahrt in den schienenfreien Bereich. Pilzlampen und Ra11-Signale - vorerst wird das für den flüchtigen Blick bei der Vorbeifahrt auf dem Hauptgleis genügen.


    Soweit die Eindrücke aus Oebisfelde. Auf der Stammbahn geht es nun weiter in Richtung Stendal - nächster Halt: "Miesterhorst"!


    Gruß EGZ

  • Aus Oebisfelde kommend erreichen wir den Bahnhof Miesterhorst. Ein Bahnsteig- und ein Überholgleis ermöglichen Zugbegegnungen auf der eingleisigen Stammbahn. Parallel dazu verläuft die Schnellfahrstrecke.


        


    Um Baufreiheit zu schaffen, wurde ein Schuppen abgerissen. Teilweise wird dieser Platz nun zur Lagerung von Baumaterialien genutzt, aber vorrangig ging es um die Errichtung einer Antennenanlage. Jene lässt sich beim Vorbild dort ebenfalls finden. Die Fernmeldetechniker der DB sind gerade vor Ort, frei nach dem Motto "doppelt hält besser" sind gleich zwei Teams per PKW angereist. ;)


    Bereits in dieser Perspektive ist gut zu erkennen, dass das Bahnhofsgebäude erneuert wurde. Aber auch etliche Details sind zu entdecken: So wurde der sandige Weg mit einem weniger auffälligen Belag ausgestattet und der Bahnsteig wurde mit Leuchten und Bahnhofsschildern sowie ebenfalls nachgedunkeltem Belag aufgewertet.


       


    Ein Blick vom anderen Bahnsteigende in Richtung Oebisfelde zeigt noch einmal das aus PT36 entliehene Bahnhofsgebäude. In der Realität befindet an diesem Bahnsteigende eine Unterführung, durch die der kürzeste Weg in die Ortschaft führt - so sind es dann "nur" 25 Minuten Fußweg…


    Anzumerken ist, dass die PT-Bahnhofsgebäude die Originalzustände in einer durchaus ansprechenden Qualität wiedergeben - ich hatte das nicht unbedingt vorab vorausgesetzt und bin angenehm überrascht! Bedauerlicherweise ist dieses Gebäude auch eines von vielen, welches dem Spar- und Optimierungsdrang der "modernen" Bahn geopfert wurde - für die Reisenden steht stattdessen ein ungepflegter Unterstand als Schutz vor Wind und Wetter zur Verfügung.


    Soweit vorläufig erst einmal - ich werde ein wenig mit der Berichterstattung pausieren und mich in meine Werkstatt begeben: Für die weitere Ausgestaltung sind Kleinteile wie Hektometertafeln anzufertigen. Um die Größenordnung zu veranschaulichen: Bis Stendal sind es noch 52 km, das ergibt rund 500 Hektometertafeln für Stammbahn und SFS.


    Bis demnächst,

    Gruß EGZ

  • Hallo EGZ,


    großartig deine Umbauarbeiten auf der Stammstrecke. Du gehst vor allem Punkte an die mich bei der Freeware Umsetzung immer etwas gestört haben: Die Fahrt auf der Schnellfahrstrecke wirkte immer großartig, auf der Stammstrecke hingegen war die Ausgestaltung eher rudimentär. Umgekehrt hatte man bei Pro Train 36 immer das Problem das dieses abgewrackte überwucherte Eisenbahnflair der Bahn AG klasse rüberkam, aber sämtliche Betriebsmöglichkeiten (Gleisanschluss Gardelegen, Betriebswerk Oebisfelde etc.) weggelassen, bzw, nur durch statische Gleise angedeutet waren. So ist deine Herangehensweise ein guter Kompromiß.


    Danke dir fürs Zeigen und weiterhin ein gutes Händchen beim Umbau!


    Grüße


    DR Hennes